Tennisellenbogen: Ursachen und wie Spieler vorbeugen können

Sonnenterrasse des Clubhauses

Der Tennisellenbogen ist eine Überlastung der Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens. Typisch sind Schmerzen beim Greifen, beim Heben von Gegenständen und bei der Rückhand. Trotz des Namens entsteht er häufig durch Belastungen im Alltag und Beruf. Im Tennis spielen vor allem Technik, Ausrüstung und plötzlich gesteigerte Trainingsumfänge eine Rolle.

Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wer anhaltende Schmerzen hat, sollte sie ärztlich oder physiotherapeutisch abklären lassen.

Was passiert beim Tennisellenbogen?

Die Muskeln, die Handgelenk und Finger strecken, setzen mit ihren Sehnen am äußeren Knochenvorsprung des Ellenbogens an. Werden sie wiederholt stark beansprucht, kann es dort zu Reizungen und Schmerzen kommen. Medizinisch heißt das Krankheitsbild laterale Epikondylitis.

Typische Risikofaktoren im Tennis

  • Technik: Besonders eine Rückhand, die zu spät und mit dem Ellenbogen voraus geschlagen wird, belastet die Sehnen.
  • Griff: Ein zu dünner Griff zwingt zum festen Zupacken.
  • Schläger: Sehr steife oder sehr leichte Schläger übertragen mehr Vibrationen auf den Arm.
  • Bespannung: Harte, straff gespannte Saiten können die Belastung erhöhen.
  • Umfang: Wer nach einer Pause plötzlich viel spielt, überfordert die Sehnen.

Vorbeugen auf dem Platz

  1. Aufwärmen: Ein paar Minuten lockere Bewegung und leichte Schläge bereiten Muskeln und Sehnen vor.
  2. Locker greifen: Den Schläger nur so fest halten wie nötig.
  3. Treffpunkt vor dem Körper: Früh treffen entlastet den Arm.
  4. Umfang langsam steigern: Besonders nach der Winterpause oder einer Verletzung.

Die richtige Ausrüstung

Ein Schläger mit passender Griffstärke und mittlerem Gewicht, eine weichere Saite und eine etwas geringere Bespannungshärte können den Arm entlasten. Was zu dir passt, klärst du am besten mit einer Trainerin oder einem Trainer und im Fachhandel.

Technik verbessern

Viele Armprobleme hängen mit der Technik zusammen. Eine saubere Rückhand, bei der Schulter und Oberkörper die Arbeit übernehmen, entlastet den Unterarm. In der Tennisschule des TC Blau-Weiss Neuss arbeiten die Trainer gezielt an Technik und Bewegungsablauf.

Wann zum Arzt?

Halten Schmerzen über Tage an, werden sie stärker oder treten auch in Ruhe auf, solltest du ärztlichen Rat einholen. Dort wird geklärt, was dahintersteckt und welche Behandlung sinnvoll ist. Spiel nicht mit starken Schmerzen weiter.

Häufige Fragen

Bekommt man einen Tennisellenbogen nur vom Tennis?

Nein. Die Beschwerden entstehen häufig auch durch Belastungen im Alltag und Beruf, etwa durch viel Arbeit mit Maus und Tastatur oder Werkzeug.

Kann der Schläger einen Tennisellenbogen begünstigen?

Ja. Ein zu dünner Griff, ein sehr steifer Rahmen oder eine harte Bespannung können die Belastung erhöhen.

Darf ich mit einem Tennisellenbogen weiterspielen?

Das sollte ärztlich oder physiotherapeutisch geklärt werden. Bei Schmerzen ist eine Pause meist der erste Schritt.