Entwicklung des Seniorentennis bei BW Neuss

Trotzreaktion – Renaissance – Boom – Hype

Mit diesen 4 Schlagworten lässt sich die Situation bei den Damen und Herren 65 umschreiben.

Nach dem Abstieg aus der Niederrheinliga der Damen 60 schien die Motivation einiger Damen , weiter für BW Neuss zu spielen, verloren gegangen zu sein und sie suchten teilweise ihr Glück in der „Provinz“.

„Trotzreaktion und Renaissance“: Da sich damit keine Mannschaft für Damen 60 mehr zusammenfand, setzten sich Hildegard Derichs und Doris Müschen mit ihren noch verbliebenen Mitstreiterinnen zusammen und beschlossen,  wenigstens eine 4-er Damenmannschaft zu gründen. Diese Mannschaft wurde sogar sofort in die 1. Verbandsliga  in der Altersklasse Damen 65 eingestuft. Bis auf ein Unentschieden gewannen sie jedes Spiel und es kam zum dramatischen „Endspiel“ gegen die drittplatzierten Damen 65 aus Gruiten. Die Neusserinnen mussten 6:0 nach Matches  gewinnen, um die scheinbar uneinholbaren Damen aus Remscheid  noch abzufangen. Durch konzentrierte Topleistungen und sehr gute Tagesformen gelang das schier Unmögliche. 6:0- Sieg! Die Sensation stand fest: Aufstieg in die Niederrheinliga!! Viele Damen haben durch diesen Erfolg und das aktive Werben der Damen 65  den Zugang zum Club gefunden und  bereiten sich seitdem in vielen gemeinsamen Trainingseinheiten darauf vor, den Klassenerhalt in der Niederrheinliga zu sichern.

„Boom“: Auch bei den Herren 65 gründete sich durch Erreichen der Altersgrenze, mit Alfred Cremer und Jürgen Richlick (die 10 Jahre in der Regionalliga Herren 60 gekämpft hatten) und verstärkt durch Eddy Twardokus und Peter Krause eine neue 4-er Mannschaft. Die alten Freunde Peter Breiden und Friedhelm Thissen erklärten sich erstmals als Stammmitglieder bereit, in dieser Mannschaft mitzuwirken. Eine schöne Geste der angestrebten Kooperation! Diese Mannschaft wollte in der 2. VL beginnen, wurde jedoch überraschenderweise schon in die 1. VL eingestuft. Wie sollte da der Abstieg vermieden werden? Doch die Truppe fand sehr schnell zusammen und es erreichte sogar den 2. Platz. Als Wolfgang Dittrich aus der Regionalliga seine Mitwirkung ankündigte, entstand der Wunsch, mit weiteren Spielern aus der Regionalliga, die die Altersgrenze erreicht hatten, eine Einstufung in die Niederrheinliga Herren 65 zu beantragen. Doch als Jürgen Richlick bekanntgab, wegen der Entfernung aus Bielefeld nicht mehr anzureisen, war die Spielerdecke sehr dünn. Jürgen danken wir an dieser Stelle für sein Engagement über die lange Zeit bei Blau Weiss. Als auch weitere erhoffte Zusagen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zustande kamen, waren sich die verbliebenen Spieler sicher, weiter in der 1. VL zu spielen zu müssen. Groß war dann die Überraschung, dass der Verband die Mannschaft dennoch in die Niederrheinliga einstufte. Da jedoch diese Liga nur mit 6er-Mannschaften spielt, galt es nun erst recht, die Spielerdecke zu verstärken. Das gelang zum Glück durch verschiedene Neuverpflichtung. Somit kann der Club in der Altersklasse 65 zwei Mannschaften an den Start schicken: eine in der Niederrheinliga und eine in der 1. Verbandsliga. Eine solche Spielerdichte in dieser Altersklasse dürfte einmalig für den Club sein. Einige Spieler haben durch ihr Alter bereits die Spielberechtigung für Herren 70 erreicht, eine Mannschaft mit großer Tradition bei Blau Weiss Neuss.

Alles in allem also eine erfreuliche Entwicklung in Qualität und Quantität im Seniorentennis bei Blau Weiss Neuss.

„Hype“: Die Vorzeigemannschaft des Clubs, Herren 60, Regionalliga, die sich nach dem Abgang der „Legionäre“ auf sehr „gesunde“ Weise mit Spielern aus der Region verstärken konnte, spielt am Sonntag, den 25. März, in der Blau-Weiss- Halle ab 12.00 im Relegationsspiel gegen den Ersten der Parallelgruppe –TIG Hegstr. Essen – um den Niederheintitel in der Halle.

Um zahlreiche Unterstützung wird gebeten. Es lohnt sich!!

Autor: Alfred Cremer

By | 2018-03-08T23:08:28+00:00 März 3rd, 2018|Seniorentennis|0 Comments

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